Exkursion nach Ludwigsburg

Am Mittwoch den 14.Oktober 2020, durften wir von der Politik-AG nach Ludwigsburg ins Bundesarchiv der Zentralen Stelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen.

Wir trafen uns mit Herrn Buck und Herrn Koch nach der sechsten Stunde auf dem Lehrerparkplatz. Nach einem kurzen Zwischenstopp, um uns mit Proviant zu versorgen, kamen wir nach knapp zwei Stunden am alten Frauengefängnis an, in welchem das Archiv nun beheimatet ist. Die vergitterte Tür öffnete sich und wir warteten im Innenhof bis uns ein freundlicher Herr, unter Einhaltung strikter Coronaregelungen, eintreten ließ. Nach kurzer Vorstellung und einer Einführung in das Justizgebäude, wurde uns ein Justizfall aus der NS-Zeit präsentiert. An anschaulichen Beispielen wurden uns die juristischen Unterschiede zwischen Totschlag und Mord verdeutlicht, um anschließend selbstständig, als Ermittlerinnen und Ermittler, aktiv zu werden.

Als nächstes bekam jeder von uns ein Thema zu den ,,Euthanasie“- Verbrechen in Grafeneck, worüber wir uns anhand verschiedener Akten und Informationsmaterialien der damaligen Zeit, informieren sollten und das Ergebnis auf Plakaten sammelten. Diese Plakate werden wir dann in der nächsten G/GK Stunde unserer Klasse vorstellen.

Um 17 Uhr mussten wir dann leider schon gehen. Es hat sich total gelohnt mitzugehen. Der für uns zuständige Mitarbeiter des Archivs hat alles anschaulich und humorvoll erklärt, wir konnten gute Diskussionen führen, richtig was mitnehmen und es hat großen Spaß gemacht. Schade war nur, dass die Zeit so knapp war. Die Politik-AG wird, wenn alles gut geht, im März wieder dort hingehen und ich kann jedem empfehlen mitzukommen, es lohnt sich!