Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Die Georg-Goldstein-Schule in Bad Urach wird Mitglied im Netzwerk:

 „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

„Wir als Schule müssen ein Zeichen setzen. Schon Martin Luther King sagte in seiner Rede ´I have a dream´, dass er davon träumt, dass seine Kinder nach ihrem Charakter und nicht nach ihrem Aussehen behandelt werden. Jeder und jede soll verstehen, dass die Welt ohne Rassismus ein besserer Ort wäre. Wir können heute schon damit anfangen, eine bessere Welt zu schaffen, indem wir dieses Projekt ´Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage´ ernst nehmen und aktiv daran arbeiten. (…) Mit dem Aufhängen des Schildes ´Schule ohne Rassismus. Schule mit Courage´ ist es nicht vorbei, sondern es fängt erst an.“ (Lilian Klara Hutt, Klasse 12)

Dies ist ein Abschnitt aus der Rede der Schülerin Lilian Klara Hutt, welche sie am 25. Mai 2022 bei der Ernennungszeremonie der Georg-Goldstein-Schule zur „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ gehalten hat. Die Rede spiegelt die Meinung aller am Schulleben Beteiligten der Georg-Goldstein-Schule sehr gut wider.

Mit der feierlichen Überreichung der Ernennungsurkunde durch Andreas Haiß (Landeskoordinator des „Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage-Netzwerkes) an Alexandros Ntinas (Fachlehrer) und Martin Salzer (Schulleiter der Georg-Goldstein-Schule) startet nun die Georg-Goldstein-Schule in diesem Netzwerk. Die Patenschaft übernimmt Daniel Lede Abal (Landtagsabgeordneter Bündnis 90/Die Grünen, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Sprecher für Migration und Integration).

Die Georg-Goldstein-Schule ist nun offiziell Mitglied des „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“-Netzwerks und wird in Zukunft mit der Unterstützung von Daniel Lede Abal durch regelmäßige Aktionen zu den Themen Rassismus und Courage, wie z.B. Gedenktage, Infostände, sowie als Bestandteil des Schulunterrichtes aktiv eine Sensibilisierung der Schüler und Schülerinnen schaffen. Denn ein Ziel der Schule ist, dass alle wissen, ab wann Diskriminierung überhaupt beginnt, wie man damit umgehen kann, wenn sie stattfindet und wie man Konflikte auf harmonische und diplomatische Art und Weise lösen kann.

v.l.n.r.:

Alexandros Ntinas, Daniel Lede Abal, Andreas Haiß, Martin Salzer, Alice Shchutskaya, Lilian Klara Hutt, Sajra Grozdanic, Larissa Grabenwarter, Jana Bröckel

Online Infotage

Bereits stattgefundene Veranstaltungen

Gerne können Sie sich bei Rückfragen bei uns telefonisch oder per Mail melden!

Tel. 0712594700 oder info@georg-goldstein-schule.de

Vergessen Sie nicht unsere Videos weiter unten anzuschauen

Mo, 07.02.21 16-17 Uhr

Wirtschaftsgymnasium
Abitur – Französisch/ Spanisch/ Russisch

Mo, 07.02.21 17-18 Uhr

Wirtschaftsschule
Kaufmännischer Mittlerer Bildungsabschluss

Mi, 09.02.21 16-18 Uhr

Berufskolleg I
Übungsfirma / Geschäftsprozesse
Berufskolleg Fremdsprachen
FH-Reife – Französisch/ Spanisch –
intern. Wirtschaftskompetenz

Mi, 09.02.21 18-19 Uhr

Berufskolleg II
Übungsfirma / Geschäftsprozesse / Büromanagement

Unsere Schularten stellen sich vor

Unser Schulgebäude

Anleitung für die Online Anmeldung

Stellenangebote für Lehrkräfte

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

wir suchen SIE!

Zum neuen Schuljahr sind an unserer Schule Stellen für die Fächerkombination Mathe (+ mindestens ein weiteres Fach) und Englisch (+ mindestens ein weiteres Fach) zu besetzen.

Sollten Sie Lust auf eine Mitarbeit in einem engagierten Kollegium haben, sprechen Sie uns an!

Wir freuen uns auf Sie!

Hier geht’s zur Ausschreibung

Elternsprechtage im Februar

Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte,

zu Beginn des 2. Schulhalbjahres haben Sie wie immer Gelegenheit zu einem persönlichen Gespräch mit den Mitgliedern des Kollegiums und der Schulleitung. Aufgrund der aktuellen Corona-Lage werden diese Gespräche auch in diesem Jahr telefonisch stattfinden. Bitte nehmen Sie per E-Mail Kontakt mit der gewünschten Lehrkraft auf, um einen Termin zu vereinbaren. Eine Liste der E-Mail-Adressen wird zeitnah bekannt gegeben.

Wir freuen uns auf das persönliche Gespräch mit Ihnen!

Schulstart am 10.1.22

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern,
zunächst wünschen wir Ihnen allen ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2022!
Das Kultusministerium hat bekanntgegeben, wie wir nach den Ferien starten:
Präsenzunterricht nach Plan.
Sollten die Ministerpräsidenten bei ihrem Treffen mit dem Bundeskanzler am heutigen Freitag nichts
anderes beschließen, sehen wir uns ganz normal am Montag nach Stundenplan/Vertretungsplan.
Die Kultusministerin regt an, dass man sich schon am Wochenende zuhause testet.
An der Schule wird in der ersten Schulwoche jeden Morgen getestet.
Nur Personen mit einer Boosterimpfung oder Genesene, die zusätzlich eine Impfung haben, sind von
der Testpflicht ausgeschlossen, dürfen aber natürlich freiwillig an den Testungen teilnehmen.
Natürlich gilt auch weiterhin die Maskenpflicht.
Reiserückkehrer sind gebeten, sich wegen möglicher Quarantänepflichten zu informieren
(https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/faq-reisen-1735032) und in der
Schule per Mail an corona@georg-goldstein-schule.de Bescheid zu geben, falls deshalb jemand
zunächst ab Montag nicht am Unterricht teilnehmen kann.
Sollte es in den kommenden Wochen nötig werden, auf zunehmende Infektionen oder Quarantänen
zu reagieren, werden wir natürlich informieren.
Im Anhang befindet sich die aktuell gültige Fassung des Infoblatts zu den Themen Quarantäne und
Impfen.
Mit den besten Grüßen

Ihre Schulleitung

Corona-Alarmstufe ab 17.11.2021

Liebe Mitglieder der Schulgemeinschaft,

ab Mittwoch, den 17.11.2021 gilt in Baden-Württemberg die Alarmstufe. Dies bringt eine generelle Maskenpflicht überall im Schulgebäude mit sich – auch im Klassenzimmer.

Bitte halten Sie darüber hinaus die AHA-Regeln ein. Vielen Dank für Ihren Beitrag zu einem sicheren Schulbesuch.

Corona-Warnstufe ab 3.11.2021

Liebe Mitglieder der Schulgemeinschaft,

seit 3.11.2021 gilt in Baden-Württemberg die Corona-Warnstufe. Bitte achten Sie jetzt besonders sorgfältig auf die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln. Außerdem empfehlen wir, die Maske auch am Platz im Klassenzimmer zu tragen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Schulleitung

Projekt „Schwäbische Auswanderung“

Schwäbische Auswanderung nach Bessarabien und in die USA

Ein Stückchen europäischer Geschichte wieder erleben – Das war das Motto der 8 Schülerinnen der Georg-Goldstein-Schule, die vom 20.09. bis 25.09.2021 die Chance hatten, Einblicke in die deutsche Auswanderungsgeschichte zu gewinnen. Das Thema des von Hanna Seise und Alexandros Ntinas geleiteten Projekts, lautete: „Bessarabien – interkulturelle Brücke zwischen Deutschland und der Ukraine“. In dem Tagungszentrum der evangelischen Akademie Bad Boll erhielten die Schülerinnen die Möglichkeit, sich intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen. Zur Zeit der Napoleonischen Kriege Anfang des 19. Jahrhunderts kam es durch den Ausbruch des Vulkans „Tambora“ in Indonesien weltweit zu Missernten. Aufgrund dieser Tatsache waren die Lebensumstände in Deutschland katastrophal. In den Hungerjahren wurden zum Beispiel die Brote für den gleichen Preis immer kleiner, wodurch man sie auch Hungerbrote nannte. Zudem wurden sie oft mit Rinde und Gras gestreckt, um Mehl zu sparen. Der russische Zar Alexander I., der dem Land neue Impulse zur Weiterentwicklung geben wollte, versprach den Schwaben unter anderem ca. 60 ha Land, Religions- und Steuerfreiheit sowie die Befreiung von der Wehrpflicht. Diese Privilegien erachteten viele als äußerst attraktiv und gingen in das versprochene Ungewisse. Es war die Hoffnung auf eine neue Heimat im Südosten Europas oder in den USA, die die Schwaben überzeugte, aufzubrechen. Die Reise in die heutige Ukraine, die oft über die Donau mit sogenannten „Ulmer Schachteln“ oder mit dem Pferdewagen stattfand, war mit einigen Strapazen und vielen Toten verbunden. Angekommen in Bessarabien wurde klar, dass sich vieles als schwieriger herausstellte als im Voraus gedacht. Statt grünen Wiesen wie auf der Schwäbischen Alb, fanden sie nur trockene Steppe, jedoch mit fruchtbarem Boden. Obwohl Werkzeug zur Landwirtschaft und zum Hausbau fehlte und nicht alle Versprechen des Zaren erfüllt wurden, sind die Schwaben von den dortigen Ethnien Bulgaren, Rumänen und Ukrainern herzlich aufgenommen worden. In den deutschen Dörfern in Bessarabien herrschte ein freundliches und friedliches Miteinander und die schwäbische Kultur wurde fortgeführt. Ganz anders verlief die Auswanderung in die Vereinigten Staaten von Amerika. So mussten die Migranten ihr ganzes Hab und Gut verkaufen, um sich die Schifffahrt leisten zu können. Da die Überfahrt in die USA bis zu 6 Wochen dauerte, breiteten sich an Bord infektiöse Krankheiten aus und einige mussten unter Quarantäne gesetzt werden. Später verkürzte sich die Überfahrt auf Grund des technischen Fortschritts auf 8 Tage. Nicht selten wurde die Vorstellung vom „American Dream“ und vom Tellerwäscher zum Millionär in Büchern zu verlockend und nicht wahrheitsgetreu dargestellt. Ein Stückchen Heimat braucht jeder: sowohl die Auswanderer als auch die Einheimischen. Die gewohnten Traditionen wurden in der neuen Heimat trotzdem weitergeführt und deutsche Feste wurden sowohl in Bessarabien als auch in den USA von der dortigen Bevölkerung gerne besucht. Während des Projekts stellten die Schülerinnen fest, dass Migration und Heimatverlust aus unterschiedlichsten Gründen global verankert und ein zeitloses Phänomen ist. Außerdem verdeutlichte das Projekt, dass Auswanderung nicht nur in anderen Ländern stattfindet, sondern früher auch in Deutschland eine zentrale Rolle spielte. Es berührt die Projektteilnehmer deshalb, weil viele Großeltern selbst Auswanderung erfahren haben und davon Geschichten erzählen. Da sich die Schülerinnen die ganze Woche mit dem Thema Kultur beschäftigten, war schnell klar, dass sie die eigene, schwäbische Kultur näher kennenlernen mussten. Deshalb stand der Fokus auf dem schwäbischen Volkstanz. Die traditionellen schwäbischen Volkstänze waren für viele der jungen Menschen Neuland. Umso spannender war es, einen Einblick zu bekommen, wie das Leben vor mehr als 100 Jahren ausgesehen hat. Es fanden insgesamt drei Museumsbesuche statt. Neben dem Besuch des Heimatmuseums der Bessarabiendeutschen in Stuttgart und des Reutlinger Heimatmuseums, führte der Betzinger Bezirksbürgermeister Herr Friedemann Rupp die interessierten Schülerinnen durch das Museum ‚Im Dorf‘ Betzingen und sie schauten sich die bunten Trachten an und konnten sie an den Tanzabenden anziehen. Unter der Leitung von Herrn Markus Walker von der Betzinger Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins ließen sich die Schülerinnen voller Begeisterung auf den Tanz ein. Mit viel Freude studierten sie die Tänze „Metzinger und Topporzer Kreuzpolka“, „Der Ziegler auf der Hütt“ und „Eins, Zwei, Drei, Vier“ ein und konnten bereits nach dem ersten Tanzabend tänzerische Fertigkeiten unter Beweis stellen. Die Schülerinnen waren umso erstaunter, wie viel Spaß es machen kann, Volkstänze zu tanzen und wie schnell sie die Musik und den Takt verbinden konnten. Stolz präsentierten die Schülerinnen ihr Gelerntes am 05.10.2021 im Foyer der Georg-Goldstein-Schule in Bad Urach. Besonderer Dank geht an den Bessarabiendeutschen Verein und vor allem an Herrn Dr. Knopp, der solche für die Schüler unvergessliche Begegnungen zwischen den deutschen Schülerinnen und Schülern und den ukrainischen Studenten möglich macht. Denn die Vergangenheit ist das Fundament für die Gegenwart und die Zukunft können wir erst dann gestalten, wenn wir uns der Vergangenheit bewusst sind.