Die Georg-Goldstein-Schule ist in eine öffentliche Parkfläche mit kleinen See eingebettet. Gleichzeitig ist sie nach dem Prinzip einer Klosteranlage zu einem Innenhof hin orientiert. Dieses Atrium bildet den räumlichen Mittelpunkt und ist als introvertierter Außenraum gestaltet. Ein quer zum Pfähler Tal liegender Landschaftsteppich führt als Weg mitten durch das Gebäude und verbindet die benachbarten Hänge der Schwäbischen Alb miteinander. Auf diesem Band sind auch die Pausenflächen angeordnet. Über diesen gestalteten Außenraum öffnet sich die Georg-Goldstein-Schule zur Stadt.

Der Höhensprung des Geländes ist als große Treppenanlage ausgebildet, die zur neuen Schuladresse und einem Ort für Veranstaltungen und informelle Begegnungen wird.

Über das ganze Haus verteilt sind Selbstlernzonen, Ruhebereiche, aber auch kommunikative Orte und Bewegungszonen. Für die Lehrer stehen neben einem Konferenzzimmer weitere Arbeitsräume, ein Besprechungsraum, und eine Lehrerbibliothek zur Verfügung. Diese neuen Flächen wirken sich positiv auf das Schulleben, und das Zusammenwirken der verschiedenen Akteure aus.

Das Lernen findet statt in Einzelarbeit, Zweier- und anderen Kleingruppen, im Klassenverband, in der Jahrgangsstufe, fachspezifisch und interdisziplinär. Als räumliche Voraussetzung für eine Vielfalt von Lern- und Unterrichtsformen steht in den 8,40 m tiefen Klassenzimmern eine annähernd quadratische Aktionsfläche zur Verfügung, die sich flexibel nutzen lässt. Auch die hinteren Plätze liegen im Vergleich zu einem länglich proportionierten Raum deutlich näher an der Tafel.

Der Neubau der Georg-Goldstein-Schule wurde als Passivhaus gebaut und zum „Modellvorhaben zum energieeffizienten Neubau von Nichtwohngebäuden kommunaler und sozialer Einrichtungen“ ausgewählt. Im Auftrag des Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) wird in den kommenden Jahren eine wissenschaftliche Begleitforschung zum Betrieb des Hauses durchgeführt.

Mit dem Neubau ist die Georg-Goldstein-Schule bestens auf den Alltag und für künftige Herausforderungen vorbereitet. Es besteht die berechtigte Hoffnung, dass viele Schüler- und Lehrergenerationen von einem guten dritten Pädagogen begleitet werden – dem Raum, in dem sie zusammen lernen, lehren und leben.

Bauherr: Landkreis Reutlingen

Architekten: ArGe KSBU Eberhard Wurst, Thomas Bamberg, Markus Haug

„Ein Schüler hat drei Lehrer: Der erste Lehrer sind die anderen Schüler. Der zweite Lehrer ist der Lehrer. Der dritte Lehrer ist der Raum.“

Schwedisches Sprichwort

 

 

 

 

 

 

 

„Der etwas andere Weg“ zu uns. Volkan macht´s vor…