Vom 25. bis 30. Juni wird die Klasse W1b in die Niederlande reisen. Die Schüler werden ihre persönlichen Eindrücke und aktuellen Berichte von der Segeltour hier im Blog veröffentlichen.

Sonntag, 25.6.17

Pünktlich um 9.30 Uhr hieß es „Leine los in Urach“. Mit dem Bus fahren wir über Köln nach Urk, Holland. Gestartet mit knapp 30 Grad Sonnenschein in der Heimat, treffen wir, ein uns langsam unbekanntes Wetterphänomen an, je weiter wir in den Norden fahren…Regen.

Nach einigen Pausen sind wir gegen 19 Uhr in Urk angekommen. Bei leichtem Regen erkunden wir den Hafen und suchen unser Schiff „Arbeid Adelt“.  Mit etwas Verspätung sehen wir es in den Hafen einlaufen und werden von Kapitän Jan und Matrose Christian herzlich mit Honigkeksen empfangen.

Das sehr alte Plattbodenschiff ist für 34 Schlafplätze ausgelegt.   Dennoch ist es für einige von uns ungewohnt auf wenigen Quadratmetern ihre Kojen zu beziehen 😉

Nach einem gemütlichen ersten Abend auf unserem Schiff, freuen wir uns auf den ersten Tag auf dem Ijselmeer…

Montag, 26.6.17

Unser erster Tag auf See bei bestem Wind und Sonne.

Nach einem grandiosen Frühstück auf Hotel Standard starteten wir nach einer kurzen Segel-Einweisung Richtung Ijselmeer. Unser Kapitän Jan forderte unser ganzes Können bei  zahlreichen Wendemanövern heraus. Unser Clipper „Arbeid Adelt“ ist ein sehr schnelles Boot und mit uns als Mannschaft schafften wir es um 16.30Uhr in den Hafen von Enkhuizen einzulaufen.

Das sehr schöne Städtchen wurde nachdem die Segel eingeholt waren sofort erkundet. Nach einem frischen Salatbuffet mit Putenstreifen genießen wir den Sonnenuntergang und lassen den Abend mit Vorfreude auf morgen ausklingen…

Dienstag 27.6.17

Nach einer ruhigen Nacht in Enkhuizen und einer steifen Brise am Morgen bei bestem Segelwetter geht unser Abenteuer weiter. Pünktlich sitzen wir alle um 8.00 Uhr bei Müsli, Nutellabrot und Croissants beim Frühstück im Speiseraum.

Nach dem Abwaschen des Geschirrs besteht noch kurz die Möglichkeit Proviant für den heutigen Segeltörn einzukaufen. Dann geht es auch schon los mit einer Fahrt durch die Schleuse ins Markermeer. Nachdem wir schon fast alle Sonnenbrand haben geht es mit ordentlich Wind Richtung Hoorn.  Zwischendurch zaubert das heutige Kochteam fast 50 perfekte Hamburger mit „Potatoe  Wedges“

Gegen 16 Uhr haben wir dann die Segel eingeholt und das Schiff in Hoorn festgemacht. Nun wird Hoorn, dessen Wahrzeichen ein Einhorn ist, erkundet. Da die Seeluft hungrig macht hat unser Matrose Christian den Grill an Deck installiert und unsere Grillmeister für den Abend ein leckeres Barbeque gegrillt.

Das Wetter wird heute Abend windiger und die Sonne durch Regen ersetzt. Dennoch freuen wir uns alle Riesig auf das Ziel morgen…Amsterdam!

Mittwoch 28.6.17

In der Nacht kam der angekündigte Regen. Und so sind die Temperaturen am Morgen sehr frisch. Da ein anderes Schiff neben uns festgemacht hat konnten wir erst später als geplant nach Monikedam aufbrechen. Zu allem Übel flachte der Wind nach 5 Wenden mitten auf dem Meer ab und wir „standen“  fast auf dem Markermeer. Aber es kam noch schlimmer. Eine Algenpest auf der Passage auf der wir fuhren hatte bereits zweimal das Schiff der Seenotrettung manövrierunfähig gemacht, indem sich das Seegras in dessen Schiffsschraube verfangen hatte.

Daraufhin hat unser sehr erfahrener Kapitän das Kommando zum Segeleinholen gegeben und wir mussten mit voller Fahrt per Motor durch das Seegras pflügen bevor die Schiffsschraube sich zusetzt.

So erreichten wir etwas verspätet Monikendam bei starkem Regen. Mit dem Bus sind wir dann in 15min ins Zentrum Amsterdams gefahren.

Dort haben wir auf eigene Faust einen Reiseführer erstellt für die besten Sehenswürdigkeiten in Amsterdam. Ein Auszug sehen Sie auf den Bildern.

Den Abend lassen wir an einem Lagerfeuer ausklingen.

Donnerstag 29.6.17

Unglaublich aber der letzte Tag unter Segeln ist angebrochen. Bei angenehmen 24 Grad starten wir mit gutem Südwind zum Frühstück.

Kurz darauf kommt unser Kapitän Jan und sagt wir sollen schon Proviant für die anstehende Rückfahrt kaufen, da er befürchtet der Wind lässt später nach und wir schaffen es nicht vor 18 Uhr zurück in den Heimathafen Urk.

Nachdem wir also holländische Landjäger gekauft und Butterbrote geschmiert haben legen wir mit 4 Knoten Richtung Urk ab.

Wir erreichen die Schleuse zum  Ijselmeer wie geplant. Nach dem Passieren hissen wir die Segel und sind fassungslos als wir bei einer kompletten Flaute die Segel nach außen spannen müssen damit diese nicht übers Deck pendeln.

Nach 1,5 Stunden  wurden die Segel eingeholt und wir fuhren mit dem Motor die letzten Seemeilen nach Urk.

Mit Schnitzel und Spätzla mit Salat kochten wir standesgemäß unser letztes Abendessen und schmieden Pläne über das weitere Jahr Wirtschaftsschule auf das wir uns gemeinsam freuen.

Morgen um 6 Uhr kommt der Bus und es geht schlafend zurück nach Bad Urach.

Fazit: Es war super!